• Document: Grenzwerte und ihre Auswirkungen
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Grenzwerte und ihre Auswirkungen Christoph Streissler – Arbeiterkammer Wien christoph.streissler@akwien.at wien.arbeiterkammer.at Überblick Grenzwerte für Chemikalien am Arbeitsplatz Expositions-Risiko-Beziehungen: Chemikalien mit und ohne Wirkschwelle Grenzwerte für Chemikalien ohne Wirkschwelle: TRK-Werte vs. Risikobasierte Grenzwerte Christoph Streissler: Grenzwerte und ihre Auswirkungen. AK Wien, 1.3.2017 wien.arbeiterkammer.at Begriffe Arbeitsstoffe im Sinne des ASchG sind alle Stoffe, Gemische (Zubereitungen) und biologischen Agenzien, die bei der Arbeit verwendet werden. Als „Verwenden“ gilt auch […] Anfallen, Entstehen, […] (§ 45 ASchG) Gefahr (engl. hazard): die einem chemischen Arbeitsstoff innewohnende Eigenschaft, potentiell Schaden zu verursachen; Risiko (engl. risk): die Wahrscheinlichkeit, dass der potentielle Schaden unter den gegebenen Verwendungs- und/oder Expositionsbedingungen auftritt. Exposition (engl. exposure): Nach Ausmaß, Art und Dauer bestimmte Aufnahme eines chemischen Stoffes in den Körper Christoph Streissler: Grenzwerte und ihre Auswirkungen. AK Wien, 1.3.2017 wien.arbeiterkammer.at Zwei Gruppen von Chemikalien: mit und ohne Schwellenwert Chemikalien, die für Menschen erst gefährlich sind, wenn die Exposition einen gewissen Wert übersteigt: Schwellenwert. Dieser Wert kann sehr hoch sein (Kochsalz) oder sehr gering (Kaliumcyanid), aber unterhalb des Wertes ist kein Risiko gegeben. Typisch für akut oder chronisch toxische oder für reizende Stoffe. Chemikalien, die das genetische Material der Zellen schädigen: typischerweise kein Schwellenwert. Schon ein Molekül davon kann einen Schaden bewirken, der zur Krebsentstehung führt. Daher gibt es kein absolut sicheres Niveau – keinen Schwellenwert. Das Potenzial Krebs zu erzeugen, kann aber stärker oder schwächer sein. Christoph Streissler: Grenzwerte und ihre Auswirkungen. AK Wien, 1.3.2017 wien.arbeiterkammer.at Grenzwerte gemäß ASchG (§ 45) MAK-Werte „(1) Der MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) ist der Mittelwert in einem bestimmten Beurteilungszeitraum, der die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz angibt, die nach dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse auch bei wiederholter und langfristiger Exposition im allgemeinen die Gesundheit von Arbeitnehmern nicht beeinträchtigt und diese nicht unangemessen belästigt.“ „(3) Steht ein Arbeitsstoff, für den ein MAK-Wert festgelegt ist, in Verwendung, müssen Arbeitgeber dafür sorgen, dass dieser Wert nicht überschritten wird. Arbeitgeber haben anzustreben, dass dieser Wert stets möglichst weit unterschritten wird.“ Christoph Streissler: Grenzwerte und ihre Auswirkungen. AK Wien, 1.3.2017 wien.arbeiterkammer.at Grenzwerte gemäß ASchG (§ 45) TRK-Werte „(2) Der TRK-Wert (Technische Richtkonzentration) ist der Mittelwert in einem bestimmten Beurteilungszeitraum, der jene Konzentration eines gefährlichen Arbeitsstoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz angibt, die nach dem Stand der Technik erreicht werden kann und die als Anhalt für die zu treffenden Schutzmaßnahmen und die meßtechnische Überwachung am Arbeitsplatz heranzuziehen ist. TRK- Werte sind nur für solche gefährlichen Arbeitsstoffe festzusetzen, für die nach dem jeweiligen Stand der Wissenschaft keine toxikologisch- arbeitsmedizinisch begründeten MAK-Werte aufgestellt werden können.“ „(4) Steht ein Arbeitsstoff, für den ein TRK-Wert festgelegt ist, in Verwendung, müssen Arbeitgeber dafür sorgen, dass dieser Wert stets möglichst weit unterschritten wird.“ Christoph Streissler: Grenzwerte und ihre Auswirkungen. AK Wien, 1.3.2017 wien.arbeiterkammer.at Karzinogene mit und ohne Schwelle: Mechanismen der Krebsentstehung Bei den geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten von Schäden im Bereich niedriger Dosen eine experimentelle Erforschung der Dosis- Wirkungs-Beziehung unmöglich: Extrapolationsverfahren Um die Frage zu entscheiden, ob eine Wirkschwelle vorliegt oder nicht, ist es notwendig, den Wirkmechanismus der Krebsentstehung zu kennen. Gentoxische Wirkung -> kein „sicheres Niveau“ Andere Mechanismen, zB Folge bestimmter andauernder Entzündungsreaktionen. ZB: Quarzstaub ein krebserzeugender Arbeitsstoff, weil es in der Folge der Silicose, die er erzeugt, auch zu Krebserkrankungen kommen kann. In diesen Fällen lassen sich für die krebserzeugenden Stoffe Wirkschwellen bestimmen. Null-Hypothese: gentoxische Wirkung Christoph Streissler: Grenzwerte und ihre Auswirkungen. AK Wien, 1.3.2017 wien.arbeiterkammer.at Chemikalien mit Schwellenwert: Gesundheitsbasierte Grenzwerte Risiko Sicherer Expositions-Ri

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