• Document: WASSER - EIN KERNPUNKT DES NAHOSTKONFLIKTES
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WASSER - EIN KERNPUNKT DES NAHOSTKONFLIKTES Maturitätsarbeit von Nadia Elisa Realgymnasium Rämibühl, Klasse 6b Betreut von U. Käser Zürich, 2005 1 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 3 2. Geographische Gegebenheiten 4 2.1 Topographie 4 2.2 Klima 4 3. Wasservorkommen 6 3.1 Oberflächenwasser 6 3.2 Grundwasser 7 3.2.1 Der Westbank-Mountain-Aquifer 7 3.2.2 Der Küsten-Aquifer 8 3.2.3 Grundwasserqualität 8 4. Geschichtlicher Hintergrund 9 5. Die Wassersituation in Palästina und Israel 14 5.1 Die Westbank 14 5.1.1 Neue Bestimmungen 14 5.1.2 Grundwassernutzung: Brunnen und Quellen 15 5.1.3 Anschluss ans Wassernetz 17 5.1.4 Die Siedler 19 5.1.5 Wasser in der Intifada 21 5.2 Der Gazastreifen 22 5.3 Israel 24 5.4 Wasserverteilung zwischen Palästinensern und Israelis 26 6. Zusammenfassung 28 2 7. Schlusswort 29 Literaturverzeichnis 30 Anhang 32 3 1. Einleitung Der israelisch-palästinensische Konflikt ist ein immer präsentes Thema. In den Medien wird meistens von gewalttätigen Auseinandersetzungen, wie Terroranschlägen und militärischen Interventionen berichtet. Jeder weiss, dass es in diesem Streit um Land geht, weniger bekannt aber ist die Rolle des Wassers. Deshalb möchte ich in meiner Arbeit diesen speziellen Aspekt behandeln, der zu den Kernpunkten des Nahostkonfliktes zählt. Wasser ist so wichtig und elementar, dass es für diejenigen, die es besitzen, selbstverständlich ist. Wir benötigen das Wasser, um zu trinken, um unsere Nahrung herzustellen, um uns zu waschen und unser Wohlbefinden zu stärken; kurz, um zu leben. Mit der weltweiten Verknappung des kostbaren Gutes erhöht sich das Konfliktpotenzial. Im Nahen Osten, wo der Konflikt schon besteht, wird dieser somit noch verstärkt. Ich habe die palästinensischen Gebiete schon mehrmals besucht und das Problem der Wasserknappheit selbst miterlebt. In dieser Arbeit frage ich nach den Hintergründen und Ursachen dafür, und ich versuche, die aktuelle Situation im Westjordanland, dem Gazastreifen und in Israel darzustellen. Den Schwerpunkt habe ich auf die Lage im West- jordanland gesetzt, da meine Familie aus dieser Gegend stammt und ich von dort auch am meisten berichten kann. Um eine Grundlage für das Verständnis der Problematik zu setzen, gehe ich zuerst auf die hydrologischen Gegebenheiten in diesem Gebiet ein. In einem zweiten Teil werden geschichtliche Grundlagen im Zusammenhang mit Wasser geschildert. Zuletzt geht es um die Wasserverteilung zwischen Israelis und Palästinensern. Hier inter- essieren die Fragen: Wem steht wie viel Wasser zu Verfügung? Wofür wird es gebraucht? Während der Erstellung dieser Arbeit hatte ich Kontakt zu meinem Onkel Reslan Issa, der einerseits in Kufrrai, einem Dorf in der Nähe von Jenin, lebt. Da er in Ramallah arbeitet, hat er dort einen zweiten Wohnsitz. Auskunft erhielt ich auch von Pamela Olson. Sie kommt aus den USA und arbeitet in Ramallah beim Palestine Monitor, einer Informations- und Verrechnungsstelle. Weiter traf ich mich mit Shraga Elam zu einem Interview. Der Autor und Journalist ist in Israel geboren und lebt seit 1979 in der Schweiz. Kürzlich gewann er in Australien den „Gold Walkley Award for Excellence in Journalism“. Diese Interviews machten den Arbeitsprozess spannend, da sie eine Abwechslung zu den Büchern und dem Computer bedeuteten. Bei den Recherchen zu dieser Arbeit erhielt ich viel Unterstützung. Ganz herzlich danke ich meinem Betreuer Herr Käser, Shraga Elam und Silja Landolt, die mir ganz grosse Dienste erwiesen haben, Reslan Issa und Pamela Olson für die Interviews, Jochi Weil und Franziska Müller für die wertvollen Unterlagen, Annina Aeberli für ihre Ratschläge, Rolf Brönnimann für die Hilfe beim Titelbild, meiner Mutter und Schwester für die moralische Unterstützung und meinem Vater, der mir jederzeit vieles erzählt und erklärt hat. 4 2. Geographische Gegebenheiten 2.1 Topographie Israel und die palästinensischen Autonomiegebiete befinden sich am westlichen Rand des asiatischen Kontinents und liegen am östlichen Ende des Mittelmeeres.1 Topographisch lässt sich

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